Das Kulturangebot in Isla de Margarita, Venezuela


Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Isla de Margarita mit Bildern & Beschreibungen


Die Isla Margarita wurde schon 1498 von Christoph Columbus auf seiner Fahrt nach Santo Domingo das erste Mal gesichtet.
Die erste Siedlung Südamerikas entstand nur zwei Jahre später auf Cubagua. Anlass boten die reichen Perlengründe, die zum Teil auch heute noch erhalten sind. 1535 wurde Espirito Santo gegründet, dass später Pueblo del la Mar genannt wurde und dem heutigen Porlamar entspricht. Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde Margarita immer wieder von holländischen, französischen und englischen Piraten überfallen. Während der spanischen Kolonialzeit wurden auf Margarita eine Vielzahl von Forts gebaut um die Insel gegen Angriffe zu schützen. Diese Forts sind auch heute noch als stumme Zeitzeugen der Geschichte Margaritas zu besichtigen. Neben den Denkmälern wird in verschiedenen Museen die Inselwelt Margaritas dargestellt. Die Folklore und Kunsthandwerk sind in den kleinen Dörfern ebenso erhalten wie die verschiedenen Naturmonumente.

1. Festungen und Denkmäler
Überall auf der Insel findet man Forts als Verteidigung gegen Angriffe von der See.
  • Castillo de Santa Rosa
  • Das Castillo liegt südlich des Stadtzentrums von La Asuncion, der Hauptstadt der Insel. Die Festung wurde in der Zeit von 1667 bis 1683 erbaut und wurde während der Unabhängigkeitskriege heftig umkämpft. Öffnungszeiten: täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr

  • Iglesia Nuestra Senora de la Asuncion
  • Die Kirche an der Plaza Bolivar in La Asuncion ist der zweitälteste Kirche Lateinamerikas und stellt eins der bedeutendsten Beispiele der frühen Sakralarchitektur Venezuelas dar. Baubeginn war im Jahre 1750. Das Portal ist im Renaissancestil gebaut während die übrige Fassada relativ schlicht gehalten wurde.

  • Fortin de la Galera
  • Die kleine Festungsanlage wurde 1811 in Juangriego erbaut und diente während der Unabhängigkeitskämpfe als Schauplatz für blutige Schlachten. Das Fort ist heute Anziehungspunkt für Touristen. Wer spanisch versteht kann sich von den Kindern des Ortes die Geschichte des Forts erzählen lassen. Gleichzeitig können vom Fortin de la Galera die wohl schönsten Sonnenuntergänge Margaritas beobachtet werden. Bei einem anschließenden Abendessen am Hafen von Juangriego kann dann der Tag ausklingen.

  • Fortín España
  • Die Festung liegt vor den Toren des Ortes Santa Ana del Norte und diente als Schutz für das Gebiet zwischen Juangriego und La Asunción.

  • Castillo San Carlos de Borromeo
  • Das Fort liegt am Hafen Pampatars und hatte den größten Stellenwert in der Verteidigung gegen Piraten. Es diente vornehmlich dem Schutz für Pampatar. Es wurde zwischen 1664 und 1684 unter der Leitung von Carlos Navarro erbaut. 1662 wurde die Festung von den Holländern komplett zerstört. 1968 wurde das Gebäude vollständig renoviert, allerdings litt es in den darauf folgenden 30 Jahren auf Grund mangelnder Pflege sichtlich. Mit bescheidenen Mitteln wird derzeit versucht das Gebäude erneut zu restaurieren. Der Ausblick bietet einen schönen Blick auf die Bucht von Pampatar. Öffnugszeiten: täglich 8:00 bis 18:30 Uhr

  • Fortín Santiago de la Caranta
  • Auf der anderen Seite der bucht von Pampatar liegen die Ruinen des Forts Santiogo de La Caranta, welches zwischen 1586 und 1595 erbaut wurde. Zerstört wurde es 1626 durch einen Angriff holländischer Piraten.

  • Iglesia Santuario de Nuestra Senora del Valle
  • Das Örtchen El Valle del Espiritu Santo wird als heilige Stätte angesehen. Im Mitelpunkt steht die 1941 erbaute rosafarbene Kirche. Auf ihrem Kirchplatz werden an bunten Ständen Reliquien verschiedenster Art und Volkskunst angeboten. Hinter der Kirche befindet sich das Museo Diocesano, in dem Opfergaben der Pilger für die Jungfrau ausgestellt sind. Öffnungszeiten: täglich 09:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr, Sonntags 09:00 bis 13:00 Uhr
2. Museen
  • Museo Marino
  • Das Museum liegt an der Laguna la Restinga auf der Insel Macanao. In verschieden Aquarien werden lokale Arten der Unterwasserwelt gezeigt und alte Instrumente des traditionellen Fischfangs ausgestellt. Ein Besuch des Museums lässt sich gut mit einer Bootfahrt durch den Nationalpark Laguna la Restinga kombinieren, wo man Seepferdchen, Krebse und Pelikane in natura erleben kann. Öffnungszeiten: täglich 09:00 bis 17:00 Uhr

  • Museo de Arte Popular Venezolano "Tacuantar"
  • Das Museum befindet sich auf dem Weg von La Restinga nach Juangriego an der Landspitze Punta Tacuantar. Der von den kanarischen Inseln stammende Pepe hat sich mit dem Museum hier seinen Traum verwirklicht. In einer Reihe kleiner Holzhäuser werden verschiedene bäuerliche Handwerkzeuge aus verschiedenen Regionen Venezuelas ausgestellt. Dem Museum ist ein kleines Restaurant angeschlossen. Öffnungszeiten: täglich vormittags geöffnet.

  • Museo de Arte Contemporáneo "Francisco Narváez"
  • Das Museum liegt in der Calle Igualdad in Porlamar und ist dem bedeutendsten Künstler der Insel, Francisco Narváez, gewidmet. In der Ausstellung seiner Werke werden seine verschiedenen Stilepochen dargestellt. Neben Narváez haben heute auch andere lokale Künstler einen festen Ausstellungsplatz in dem Museum gefunden. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 09:00 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10:00 bis 15:00 Uhr

  • Casa Natal del Santiago Marino
  • In El Valle del Espiritu steht das Geburtshaus des bedeutenden Freiheitskämpfer Santiago Marino, das in zwanzig Jahren mühsamer Arbeit originalgetreu rekonstruiert wurde. Im Haus sind Möbel von Anfang des 19. Jahrhundert, zeitgenössische Lokalkunst und Briefe, Dokumente und Ehrungen ausgestellt. Ein Hinweisschild weist von der Plaza Marino den Weg. Öffnungszeiten: täglich 09:00 bis 16:00 Uhr

  • Museo Historico Nueva Cádiz
  • Das Museum liegt nördlich der Plaza Bolivar in La Asuncion. Ausgestellt werden erhaltene Objekte aus der ersten Stadt Südamerikas, Nueva Cadiz, die 1500 auf der Insel Cubagua gegründet wurde und schon 1541 durch ein Seebeben wieder vollständig zerstört wurde. Öffnungszeiten: Montag 09:00 bis 13:00 Uhr, Dienstag bis Sonntag 09:00 bis 17:00 Uhr.
3. Folklore und Kunsthandwerk
  • La virgen del valle
  • Die Folklore Margaritas hat sehr häufig einen religiösen Hintergrund. Mittelpunkt bildet hierbei El Valle del Espiritu Santo mit seiner Legende der Jungfrau. Die Jungfrau gilt in ganz Venezuela als Schutzpatronin, doch auf Margarita wird sie besonders als Schutzpatronin für Fischer und Seeleute verehrt. Jedes Jahr am 08. September erweisen ihr eine Vielzahl von Pilgern Dank. Es ist wohl einer der schönsten, emotionalsten und wichtigsten Festtage der Insel.

  • Velorios de Cruz de Mayo
  • Dieses Fest wird jedes Jahr am 5. Mai gefeiert. Gläubige erweisen am Symbol des Kreuzes ihre Ehrerbietung. Dabei werden teilweise Blumen und bunte Papiere niedergelegt. Es wird eine spezielle Art von Musik gespielt, die sehr langsam ist, dazu singen verschiedenen Personen traditionelle Lieder. Besonders Fischer und Bauern nutzen das Fest um der Jungfrau für guten Fang und gute Ernte zu danken.

  • El Carite
  • El Carite ist ein traditioneller Folkloretanz Nueva Espartas. Er erzählt in Tanz und Gesang die Geschichte eines Fischers.
    Dabei tragen die Fischer die traditionelle Kleidung.

  • Tacarigua
  • Inmitten einer grünen, landwirtschaftlich genutzten Gegend liegt das verschlafene Örtchen. In Tacarigua gibt es viele kleine Lädchen, die an der Hauptstrasse bunte Hängematten und handgeflochtene Körbe zu erschwinglichen Preisen anbieten.

  • La Fronda
  • An der Straße zwischen Porlamar und Playa el Agua liegt das künstliche angelegt Dorf . In verschiedenen Kioskos werden Kunsthandwerk, venezolanische Lebensmittel und inseltypisches Essen angeboten.
4. Naturmonumente
  • Tetas de Maria Guevara
  • Nordöstlich von Punta Piedras ragen zwei Hügel etwa 100 Meter i den Himmel. Durch die Formgebung sehen sie aus wie zwei wohlgeformte Brüste und bilden traditionell das Wahrzeichen Margaritas. Wie es zu der Namensgebung kam ist bislang ungeklärt. Den stolzen Margaritenos wäre es am liebsten wenn Maria Guevara eine tapfere Freiheitskämpferin gewesen wäre. Es ist jedoch auch nicht auszuschließen das sie eine Sklavin oder gar eine Puffmutter war. Vermutlich wird ihre Identität ein Mysterium bleiben. Tatsache ist, dass seit jeher die Tetas de Maria Guevara den Seefahrern als Orientierung halfen, denn auch wenn die hohen Berge im Hintergrund in Wolken versteckt lagen, konnten die Tetas vom Meer aus immer deutlich gesichtet werden.

  • Cerro El Copey
  • Zwischen El Valle del Espiritu Santio und La Asunción ragt das Bergmassiv empor. Seinen höchsten Punkt hat es mit dem Cerro San Juan mit 903 Metern. Durch feuchttropisches Klima gedeiht ein reiche Vegetation. Lokale Bauern nehmen den täglichen Aufstieg in Kauf um den den Hängen des Bergmassivs Kaffee, Bananen, Orangen und andere tropische Früchte auf kleinen Plantagen zu kultivieren.

  • Laguna la Restinga
  • Das weitläufige Mangrovengebiet zwischen Margarita und Macanao wurde als Nationalpark ausgewiesen. Die verschiedenen Mangrovenarten bieten Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Besonders hervorgehoben wird er reiche Bestand an roten Seepferdchen und Seesternen. Eine Bootsfahrt durch enge Mangrovenkanäle bietet atemberaubende Anblicke. In der Geschichte Margaritas spielte die 17.000ha große Lagune eine Rolle zur Zeit der Unabhängigkeitskriege, während derer sich die Kämpfer in dem unwegsamen und schwer überschaubaren Unterholz der Mangroven vor den Eroberern versteckten.

  • Laguna de las Marites
  • Das kleinere Abbild der Laguna la Restinga liegt zwischen La Isleta und El Yaque und umfasst ein Areal von ca. 3700ha. Ähnlich der großen Schwester bietet auch diese Lagune einer reichen Vogel- und Amphibienwelt Lebensraum. Sie ist touristisch unerschlossen, Interessierte sollten in El Yaque die ansässigen Fischer nach einer Bootsfahrt fragen.

  • Cerro de Matasiete
  • Nordöstlich von La Asunción liegt der 660 Meter hohe , grün schillernde Berg Cerro de Matasiete. Am Fuße des Berges fand ein historisch bedeutender Moment für Margarita statt, es wurde der endgültig über die Unabhängigkeit der Insel entscheidende Kampf gefochten und gewonnen. Der Held war dabei Francisco Esteban Gómez aus Santa Ana.


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