Organisierte Rundreisen nachLos Roques - Orinoco Delta - CanaimaDas Festland von Venezuela bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für Rundreisen. Die Route kann dabei individuell festgelegt werden. Orinoca Delta Das Orinoco Delta umfasst eine Gesamtfläche, die in etwa der des Bundeslandes Baden Württemberg entspricht und ist in seiner natürlichen Artenvielfalt atemberaubend. Das Gebiet ist für Touristen zugänglich und bietet einige Dschungelcamps als Unterkunftsmöglichkeiten. Die Anreise erfolgt i.d.R. per Flugzeug zu den verschiedenen Flughäfen im Delta. Um den Dschungel hautnah erleben zu können werden Bootsfahrten in das Herz des tropischen Dschungels angeboten. Das Beobachten von exotischen Tier- und Pflanzenarten ist ein unvergessliches Erlebnis und stellt die Kulisse für einmalige Fotomotive. Der Besuch von Warao-Indianer ist zudem ein einmaliges kulturelles Erlebnis. Canaima Nationalpark Das bekannteste Highlight des Nationalparks ist der Salto Angel, mit über 1000 Meter freiem Fall der höchste Wasserfall der Welt. Häufig wird er nur überflogen, Trips direkt zum Wasserfall sind grundsätzlich aber auch möglich. Auch die überflogenen Tafelberge bieten einen unvergesslichen Anblick. Neben dem Salto Angel gibt es im Canaima Nationalpark eine Vielzahl Lagunen mit kleineren Wasserfällen und exotischer Vegetation, die zum Baden einladen. Auch hier erfolgt die Anreise per Buschflugzeug und die Unterkunft in Camps. Die Region ist stärker touristisch erschlossen als das Orinoco-Delta, von Massentourismus kann aber auch hier noch nicht die Rede sein. Paria-Halbinsel Die Halbinsel liegt im Nordosten Venezuelas und bildet mit ihrem üppigen Bewuchs und dem feuchtheißen Klima den Kontrast zum trockenen Küstengürtel bis Carúpano. Auf dem Weg von Carúpano nach Bohoral über El Pilar kann man einen kurzen Abstecher Richtung Guaraúnos machen um die Finca Vuelta Larga zu besuchen. Die Finca wird von einem Deutschen unter ökologischen Gesichtspunkten geführt. Neben Unterkunftsmöglichkeiten werden auch Exkursionen in die Feuchtsavanne angeboten. Außerdem kann man auf der Finca die Herstellung von Holzmobiliar nach traditioneller Herstellung beobachten und erlernen. Das Dorf Macuro im äußersten Osten der Halbinsel erlangte dadurch Berühmtheit, dass Christoph Kolumbus hier zum ersten Mal amerikanischen Boden betrat. Ein schlichtes Holzkreuz erinnert an diesen historischen Moment. Caracas In Caracas bleibt keine Zeit für Illusionen, hier dominieren Stahl, Beton und Glas das Stadtbild anstatt ansehnlicher Kolonialhäuser. Durch die Tal-Lage am Berg Avila mutet die Stadt auf den ersten Blick wie ein Moloch mit ausufernden barrios an den Berghängen an. Keine Frage, Caracas ist eine moderne, pulsierende südamerikanische Großstadt mit verstopften Strassen, Lärm und Abgasen in der die barrios der Ärmsten nur einen Steinwurf weit von den eingezäunten Quartieren der reichen Bevölkerungsschicht entfernt liegen, trotzdem ist die Stadt in jedem Falle einen Besuch wert. Bestenfalls allerdings mit einem Fremdenführer, der Sie davor bewahrt gewollt oder ungewollt in Viertel der Stadt zu gelangen in denen Touristen eher seltener gesehen werden. Das buchstäbliche Highlight eines jeden Caracasbesuchs ist die Fahrt mit der Seilbahn auf den Berg Avila. Von oben hat meinen einen atemberaubenden Ausblick über die gesamte Stadt während man auf der anderen Seite das Meer sieht. Auf dem Berg gibt es sogar eine Schlittschuhbahn und das verlassene Hotel Humboldt bietet einen ehrfürchtigen Anblick. Angeblich wollte sogar Frank Sinatra es kaufen und ein Casino darin eröffnen. Eine Rundfahrt durch die Stadt verschafft einen Eindruck von der Enge und den sozialen Unterschieden auf engstem Raum. Sicherlich nicht das typische Karibikerlebnis, aber dennoch unvergesslich. Für Kulturinteressierte bietet Caracas eine Vielzahl an Museen und Abendunterhaltung. Im landesweit größten Shoppingcenter, dem Sambil, das sich über mehrere Etagen erstreckt, bleiben keine Wünsche offen. Flüge gehen stündlich mit verschiedenen venezolanischen Airlines ab Flughafen Porlamar. Merida Die sympathische Hauptstadt der Andenregion im Westen Venezuelas hat insgesamt 150.000 Einwohner, von denen 40.000 Studenten sind. Die Universidad de los Andes wurde schon 1785 gegründet und bestimmt mit ihrem progressiven Image und ihren Studenten entscheidend das Flair der Stadt. In Venezuela gilt die auf einer 15 km langen Felsterrasse zwischen zwei tief eingeschnittenen Flusstälern gelegene Stadt als eine der saubersten und ordentlichsten Städte des Landes. An der Plaza Bolivar im Zentrum der Stadt herrscht eine friedliche Atmosphäre mit kolonialzeitlicher Architektur. Ähnlich zu Caracas bietet auch hier die Fahrt mit der Seilbahn, übrigens die längste der Welt mit 12,5 km, einen atemberaubenden Blick über die gesamte Region. Auf der ca. einstündigen Fahrt muss man dreimal umsteigen um die Gipfelstation mit 4765m zu erreichen. Besonders eindrucksvoll ist der Übergang vom immergrünen Nebelwald zur kargen Páramo-Landschaft auf der zweiten und längsten Etappe. Auf Grund des hohen Andrangs müssen in der Hochsaison Tickets schon mehrere Tage vorher gekauft werden. Des Weiteren sind Ausflüge zu Fuß oder auf dem Maultier zu den entlegenen Andendörfern möglich. Das beliebteste Ausflugsziel ist das malerische Dorf Los Nevados auf 2711 Metern Höhe. Um es zu besuchen ist die Genehmigung von INPARQUES notwendig, die man an der Talstation der Seilbahn erhält. Im Dorf gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten. Der Anstieg ist langwierig und anstrengend, wird aber mit einmaligen Panoramaausblicken belohnt. Los Roques Das Inselarchipel ist als Nationalpark ausgewiesen und ist von der Isla Margarita per Kleinflugzeug in ca. einer Stunde zu erreichen. Das Archipel besteht aus 47 kleinen Inseln auf denen ca. 1000 Roqueños leben. Der Großteil der Bewohner lebt auf der Hauptinsel Gran Roque, auf der sich auch die kleinen Posadas und die Landebahn befinden. Los Roques bietet das perfekte Karibikerlebnis mit türkisblauem Wasser, weißem Sandstrand, Palmen und einsamen Inseln. Ganz günstig ist das Erlebnis allerdings auch nicht. Los Roques ist sicherlich der schönste Ort im ganzen Land, allerdings ist die touristische Nutzung in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen, was zu Kollisionen zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz führt und das Preisniveau der Posadas und Restaurants ansteigen lässt. Die Siedlung auf Gran Roque bietet das karibische Stadtbild schlechthin mit Wegen aus weißem Sand, kleinen bunten Häusern, unzähligen Fischerbooten und hunderten von Pelikanen. Die Sonnenuntergänge sind unbeschreiblich und die Atmosphäre ungezwungen. Morgens kann man Gran Roque mit einem der zahlreichen Boote verlassen und sich gegen Bezahlung auf eine der anderen Inseln fahren lassen um dort am Strand den Tag zu verbringen. Auf den größeren Inseln findet man kleine Restaurants, andere sind völlig unbewohnt, mit etwas Glück ist man sogar ganz allein. Los Roques ist ein Paradies für Schnorchler mit seiner artenreichen Unterwasserwelt in den zahlreichen Lagunen. Auch für Wind- und Kitesurfer lohnt sich ein Ausflug. Auch wenn das Preisniveau höher als in den übrigen Regionen Venezuelas ist, ist ein Besuch des Archipels seinen Preis wert und einmalig und unvergesslich zugleich. Abflüge sind nahezu täglich ab Caracas und Porlamar möglich und in nahezu allen Reiseagenturen buchbar. |
Unterkünfte jetzt suchenInteressante Themen |



